Webspace & Providerwahl
Wenn man dann nun seinen Webauftritt fertig
hat möchte man Ihn ja auch veröffentlichen.
Dazu gibt es grundsätzlich erst einmal zwei Möglichkeiten:
1. man sucht sich einen Web-Space Provider,
der mir mehr oder
weniger großzügig Webspace zu Verfügung stellt
2. Ich stelle mir selbst einen Webserver ins Haus oder miete
mir einen an.
zu 1.)
"Für den ersten Versuch eines mehr oder weniger professionellen Auftritts im
Internet sollte dies die Wahl sein ... dann kann man sich ja immer noch den Server ins
Haus stellen" könnte man denken, aber auch wenn man schon etwas weiter ist kann das
viele Vorteile haben.
Man sollte im Vorfeld schon mal einige Dinge klären damit man die Preise der
verschiedenen Anbieter besser vergleichen kann:
- Wie soll meine Website heißen ? Also der Domainname der Site.
- Wieviel Festplattenplatz (Webspace) brauche ich ?
- Wieviele Benutzer greifen wohl auf meine Seiten monatlich ungefähr zu ?
- Wievielen Mitarbeitern möchte ich die Möglichkeit des e-mailempfangs bieten?
- Wie lang ist die Vertragslaufzeit ?
Wie man seine Website nennen möchte hängt etwa vom
Firmennamen oder des eigenen Namen ab.
Eine Firma "Beispiel GmbH" möchte schließlich unter http://www.beispiel.de oder
http://www.beispiel.com im Internet zu finden sein und
nicht etwa unter http://www.sub.firmaxy.at.co/under/a/subfolder/beispiel/
oder ähnlichem.
Man sollte sich auch überlegen ob man neben der "DE" Domain noch
die "COM" Domain registrieren läßt.
Die Größe des Webspeicherplatzes hängt in erster Linie vom Umfang
der einzelnen Seiten ab. Viele Anbieter bieten schon Platz ab 1 MB an und das geht bis
500MB.
Für "normale" Webauftritte für kleinere Firmen mit Firmenpräsentation,
Produktpräsentation oder ähnlichem sind 10MB wohl vollkommen ausreichend.
Bei größeren Vorhaben incl. Datenbank und dynamisch wechselnden Seiten sowie real Audio
oder Video on demand sind wohl 100MB oder mehr Webspace die bessere Wahl.
Wie viele Benutzer greifen auf meine Daten zu ? Dies ist
natürlich schwer abzuschätzen aber evtl. wichtig, da viele Anbieter den sog. Traffic
mitberechnen. Wenn man als eine Einmannfirma sein Produkt anpreist wird wohl kaum jemand
aus Singapur sich dafür interessieren und 500MB Traffic pro Monat werden wohl nicht
überstiegen werden.
Bei den Ausmaßen einer Deutschlandweit operierenden Firma sieht dies natürlich anders
aus und Trafficraten über 2GB sind "normal" (natürlich incl. download von
Programmen/Dokumenten).
Wieviele Mitarbeiter der eigenen Firma auch e-mails empfangen
sollen hängt natürlich davon ab ob man es braucht, ob es sogar sinnvoll ist, ob sich der
Aufwand lohnt etc.
Grundsätzlich kann es nur von Vorteil sein wenn man verschiedene E-Mail Adressen wie etwa
info@domain.de, sales@domain.de,
webmaster@domain.com, veröffentlichen kann. Der
User weiß sofort in welcher Abteilung er landet und wer oder wieviele Mitarbeiter die
e-mail Anfrage bearbeiten muß er ja nicht wissen.
Falls die Mitarbeiter schon einen privaten Internetzugang besitzen kann man z.B. die
e-mails dorthin weiterleiten - dies wäre dann der erste Schritt zum Teleworking - oder
die mails können per mailweiterleitungsdienste (z.B. www.gmx.net,
www.hotmail.com, www.mailexcite.com)
weitergeleitet werden.
zu 2.)
Den Webserver im eigenen Hause zu haben hat viele Vorteile aber
auch viele Nachteile.
Vorteile sind unter anderem, das man Dienste und Zugriffe selbst konfigurieren,
kontrollieren und regeln kann. Dies kann sinnvoll sein, wenn man z.B. eine Subdomain
einrichten möchte (z.B. http://www.Verwaltung.Beispiel.de),
externen Mitarbeitern Zugriff auf verschiedene Dienste und Daten geben möchte, dynamische
Seiten aus der eigenen Datenbank kontinuierlich veröffentlichen möchte - Beispielsweise
den aktuellen Warenbestand - selbst Hard- und Software installieren und Konfigurieren oder
wenn man einfach Daten auf dem Server hat die nicht jedem Zugänglich sein sollen und man
dann schließlich eine gewisse Kontrolle darüber haben möchte.
Vorab sei hier noch mal gesagt, daß nichts was am Internet hängt absolut sicher vor
unbefugem Zugriffen ist.
Nachteile sind unter anderem, das man sich eine eigene Standleitung anmieten muß (dies
ist eine Kostenfrage) damit der Server 24 Stunden online ist, das man ein hohes Maß an
Technischem Wissen haben muß um seinen Webserver zu konfigurieren, etc.
Die zweite Methode ist warscheinlich eher für Firmen
geeignet, die selbst noch als Service Provider Tätig sein wollen oder die viele
Aussendienstmitarbeiter haben, die auf Firmendaten Zugriff haben müßen.
Danach bleibt nun noch die Auswahl nach Kriterien des
Supports des jeweiligen Providers wie etwa ob er etwa eine 24-Stunden-Hotline hat, welche
Leistungen in einem bestimmten Packetpreis enthalten sind (Webspace, e-mail Adressen,
etc.), Welche Informationen bietet der Provider seinerseits über die von Ihm verwendete
Hard- und Software (Stichwort Security), etc. Dazu sollte man sich einige Zeit nehmen und
gängige Zeitschriften wie z.B. Internet World, Internet Proffessionell, PC online etc.
durchforsten. Neben den Printmedien kann man natürlich auch die Suchmaschienen des Webs
bemühen (Suchbegriff: Provider + Internet + ISP+ ...).
Author: H. Heigl, info@ivamp.de
weitere Links zu dem Thema:
aktuelle Preise, Adressen, etc. sind unter anderem in der
Zeitschrift PCOnline zu finden.
Basierend auf diesem Text ist der Artikel "ins Netz,
bitte!" (nachzulesen in der Zeitschrift gateway
Ausgabe 1/99) entstanden, der hier online seitdem ständig aktualisiert
wird.
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